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Bedia Muvahhit

Bedia Muvahhit

Eine der ersten beiden muslimischen Filmschauspielerinnen
"In einem Film mit zu spielen, war für mich wirklich unerwartet. Ich sagte gleich zu."

Geboren: 16/01/1897

Geburtsort:

Gestorben: 20/01/1994

In: İstanbul

Begraben: Zincirlikuyu Mezarlığı, İstanbul

Inhalt

Galeri

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Wirkungsbereich

Film
"1923 hatte ich gerade Muvahhit geheiratet. Wir hörten, dass das Buch Ateşten Gömlek (Das Hemd aus Feuer) der Schriftstellerin Halide Edip verfilmt wird und sie würde darauf bestehen, dass die Hauptrollen mit muslimischen Frauen besetzt werden sollen. Muhsin Ertuğrul war ein guter Freund von mir und von Muvahhit. Er kam zu uns und fragte Muvahhit: "Will deine Frau in diesem Film spielen?" Ich habe mich sehr gefreut. In einem Film mit zu spielen war für mich wirklich unerwartet. Ich sagte gleich zu und wir drehten."
(Bedia Muvahhit)
Quelle: Giovanni Scognamillo, Türk Sinema Tarihi 1896-1986, İstanbul, 1993, s.210

Bedia Muvahhit ist neben Neyyire Neyir eine der ersten beiden muslimischen Filmschauspielerin. Sie spielten 1923 zusammen in dem Film Ateşten Gömlek (Das Hemd aus Feuer). Das Drehbuch des Films basierte auf dem gleichnamigen Roman von Halide Edip Adıvar, Regie führte Muhsin Ertuğrul.

In Ateşten Gömlek spielten neben Bedia Muvahhit auch Neyyire Neyir und Kınar Hanım (Sıvacıyan) mit.

Für die Rollen in diesem Film wurden per Zeitungsanzeige muslimische Schauspielerinnen gesucht. Auf diese Anzeige bewarb sich nur eine interessierte Frau: Neyyire Neyir.

Bedia Muvahhit als Theaterschauspielerin
"Nachdem der Film Ateşten Gömlek abgedreht war, nahm ich im Jahr 1923 mit meinem damaligen Mann Ahmet Muvahhit an einer Izmir Tournee des Darülbedayi teil. Zu der Zeit war ich noch keine Theaterschauspielerin. In diesen Tagen war Atatürk auch in Izmir. Er fragte meinen Mann, ob ich nicht als Schauspielerin auftreten würde. Man gab mir gleich die Rolle der ‚Saride' in dem Stück ‚Ceza Kanunu' (Das Strafgesetz), das Ahmet Nuri Sekizinci nach dem Stück"Vingt Jours a l'Ombre" von Pierre Veber und Maurice Hennequin adaptiert hatte. Sie ließen mich an einem Tag sowohl auswendig lernen als auch auf der Bühne proben. Am Dienstagabend, dem 31. Juli 1923, spielte ich das Stück im damaligen Pallas –Kino, das später Tayyare hieß. Nach der Aufführung gratulierte mir Atatürk und sagte, ich solle meine Theaterlaufbahn fortsetzen. So hat mein Theaterleben angefangen. Ich habe in städtischen Theatern in über 200 Stücken mitgewirkt."
(Bedia Muvahhit)
Bedia Muvahhit als Lehrerin
  • 1921-1923Französischlehrerin am Mädchengymnasium von Erenköy
Bedia Muvahhit als erste muslimische weibliche Angestellte

Bedia Muvahhit gehörte auch zu den ersten muslimischen Frauen, die im osmanischen Reich einer Berufstätigkeit im öffentlichen Dienst nachgingen.

Am 4. April 1913 erschien im Osmanischen Reich die erste Nummer der Zeitschrift Kadınlar Dünyası (Welt der Frauen). Die Herausgeberin dieser Zeitschrift Ulviye Mevlan Civelek Verein zur Verteidigung der Frauenrechte (Müdafaa-i Hukuk-u Nisvan Cemiyeti) . Über die Zeitschrift und den Verein wurden erfolgreiche Kampagnen für die Teilnahme der Frauen im öffentlichen Leben organisiert, u.a. auch für die Berufstätigkeit der Frauen. Als ein Ergebnis der Forderungen wurde 1913 zum erstenmal eine Gruppe muslimischer Frauen in der Telefongesellschaft angestellt. In dieser Gruppe waren neben Bedia Şekip (Muvahhit) auch Hamiyet Derviş, Bedra Osman, Mediha Enver, Refika Mustafa, Semia Hikmet und Nezihe Mustafa.

Auszeichnungen

  • 1981 Atatürk Sanat Armağanı (Atatürk-Kunst-Preis)
  • 1987 Devlet Sanatçısı (Ernennung zur Staatsschauspielerin)
  • 1988Istanbuler Filmtage, Altın-Lâle-Preis
  • 1993Offizielle Feiern der Stadt Istanbuls zum 70. Berufsjubiläum von Bedia Muvahhit

Mitgliedschaften

(Information liegt nicht vor)

Ausbildung

Kadıköy Terakki Mektebi, İstanbul
Notre Dame de Sion Lisesi, İstanbul

Soziales Engagement

(Information liegt nicht vor)

Familie und Freunde

Projekte zu ihrer Erinnerung

Büste von Bedia Muvahhit

2005 Bedia Muvahhits Büste (Bildhauerin Neslihan Pala), gestiftet von Şişli Terakki Vakfı (Şişli Terakki Stiftung) -

Preis zu Bedia Muvahhits Ehren

Seit 1995 wird von seiten der Istanbuler Städtischen Theater (Şehir Tiyatroları) und der Vereinigung der türkischen Frauen der Bedia Muvahhit –Theater- Preis an junge Schauspielerinnen, die ihre erste wichtige Rolle an einem städtischen Theater spielen, verliehen.

Drehbücher

Ahmet Sami Özbudak, Hayal-i Temsil (Drehbuch), 2015.
Das Stück wurde in 2015 in Istanbul Metropolitan Municipality Stadttheater unter der Regie von Yigit Sertdemir inszeniert.

Dokumentarfilm

1994 drehte die Kino und Fernsehabteilung der Fakultät der schönen Künste an der Mimar Sinan Universität, İstanbul, eine Dokumentation über Bedia Muvahhit.

Orte zum Andenken von Bedia Muvahhit
  • 1994 Dem Saal im Theteargebäude Küçük Sahne in Beyoğlu wurde Bedia Muvahhits Name verliehen
  • 1993 Die Stadtverwaltung İzmir verlieh der Straße neben dem Pallas-Kino Bedia Muvahhits Namen
Gedenkbriefmarke

Zu Bedia Muvahhits Gedenken wurde eine Briefmarke herausgegeben

Weiterführende Literatur

Quellen

Textquellen:

Siehe Abschnitt "Weiterführende Literatur"

Bildquellen:
  • Populer Tarih, Ocak 2001, Sayı 4.
  • Kadın Eserleri Kütüphanesi ve Bilgi Merkezi, Istanbul
  • tr.wikipedia.org
  • Stamp

Übersetzung ins Deutsche: Heidrun Telli, Mehmet Telli, Mönchengladbach
Redaktion: Hans-Martin Dederding, Erlangen

©2012 Meral Akkent
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