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Fatma Aliye Hanım (Topuz)

Fatma Aliye Hanım (Topuz)

Erste professionelle muslimische Prosa-Schriftstellerin im osmanischen Reich

"Ich hatte nicht nur ein eigenes Zimmer für mich sondern auch meinen eigenen Arbeitstisch und Bücherschrank."

Geboren: 22/10/1862 1862

Geburtsort: Istanbul

Gestorben: 13/07/1936 1936

In: Istanbul

Begraben: Friedhof Feriköy, Istanbul

Inhalt

Galeri

Fatma Aliye Hanım (Topuz) Fatma Aliye Hanım (Topuz)

Wirkungsbereich

Schriftstellerin
"Fâzıla hat das erste Mal in dieser Nacht nicht gewartet, bis ihr Mann nach Hause kam. Sie legte sich ins Bett und schlief. Und sie schlief sehr gut. Auch als sie wahrnahm, dass Remzi nach Hause kam, kümmerte sie sich nicht darum und stand nicht auf. Vom nächsten Tag an fing sie an, sich mit ihren Büchern, mit ihrem Klavier zu beschäftigen und begann auch, sich mit ihren Freundinnen zu treffen, die sie seit ihrer Hochzeit vergessen hatte. Sie langweilte sich nicht. Im Gegenteil, ihre Zeit war sehr wohltuend ausgefüllt."
Fatma Aliye, Muhadarat, İstanbul, 2005, s.196

"Şebib änderte sein Verhalten, nachdem er Fâzıla bezahlt hatte. Aber Fâzıla blieb so, wie sie sich ihm gegenüber immer verhalten hatte. Şebib merkte, dass das Dienstmädchen seine Anspielungen ignorierte und dass mit ihr auch nicht zu spaßen war. Er sagte ihr, falls sie Bedenken wegen seiner Mutter hätte, wäre dies unbegründet, sie würde nicht mehr im Dienst der Mutter stehen, sondern in seinen Diensten, weil er sie seiner Mutter abgekauft hatte.
Fazıla sagte:
- Wenn es um das Dienen geht, macht es gar kein Unterschied, ob ich Ihrer Mutter oder Ihnen gehöre! Für mich seid ihr alle meine Herren. Aber falls Sie mich für einen anderen Zweck gekauft haben, haben Sie vorher meine Meinung gefragt?Und haben Sie mich über den Zweck des Kaufs informiert?
Şebib war erstaunt. Fazıla hatte ihn mit ihren Worten besiegt. Denn Şebib wußte ganz genau, dass es Sitte war, Odalisken vor dem Kauf offen zu fragen, 'Willst du mich haben?' Die Bemerkung von Fâzıla war für Şebib ein starker Schlag."
Fatma Aliye, Muhadarat, İstanbul, 2005, s. 317.
Muhadarat, ist der zweite Roman von Fatma Aliye, den sie 1892 unter ihrem eigenen Namen veröffentlichte. In diesem Roman versucht Fatma Aliye, gegen die allgemeine Annahme zu argumentieren, dass die erste Liebe für eine Frau unvergesslich sei.
Hayal ve Hakikat (Traum und Wirklichkeit) war Fatma Aliyes erster Roman. Sie schrieb ihn im 1891 zusammen mit dem Schriftsteller Ahmed Mithat. Fatma Aliyes Part waren die Teile der Protagonistin, er schrieb die Teile für den Protagonisten. Diesen Roman veröffentlichten die beiden unter dem Namen Eine Frau und Ahmet Mithat.
Die Werke von Fatma Aliye wurde in den Katalog Women's Library at the World's Columbian Exposition (Chicago 1893) aufgenommen.

Fatma Aliye als Übersetzerin

Fatma Aliye lernte durch eigene Bemühungen Französisch. Als erstes übersetzte sie George Ohnets 1888 verfassten Roman Volente unter dem Titel Meram. Dieses Buch veröffentlichte sie 1889 unter dem Namen "Eine Frau".
Darauf folgenden Übersetzungen publizierte Fatma Aliye unter dem Pseudonym Mütercime-i Meram (Die Übersetzerin von Meram).

Fatma Aliye als Kolumistin

Fatma Aliye hat überwiegend in der Frauenzeitung Hanımlara Mahsus Gazete Kolumnen geschrieben, aber auch in den anderen bedeutenden Zeitungen und Zeitschriften ihrer Zeit, so wie İnkılâb, Mahasin, Malûmat, Servet-i Fünûn, Tercümân-ı Hakikat, Ümmet, und Malûmat.

"(…) Aus den Töchtern sollen Mütter werden, die die Aufgabe der ersten Schule für die Söhne erfüllen. Es ist sehr wichtig, dass die Mütter eine gute Ausbildung haben, damit die Söhne dann nicht ihre Müttern verachten, nachdem sie studiert haben. Die Verachtung der Mütter verursacht nämlich später die Verachtung der Frauen allgemein.(…)
Es ist noch anzumerken, dass auch die beste Ausbildung der Mutter keinen Sinn macht, wenn der Vater kein gutes Beispiel abgibt.
Das Benehmen der Väter prägen die Söhne so gründlich, so dass sie sich später ihren Frauen gegenüber in gleicher Weise verhalten."
(Archive von Fatma Aliye Hanım, Atatürk Kitaplığı, Dokument 9/1)

Publikationen von Fatma Aliye
  • 1891Hayal ve Hakikat (Traum und Wirklichkeit, mit Ahmed Mithat), İstanbul, Tercüman-ı Hakikat Matbaası
  • 1892Muhadarat
  • 1892Nisvan-ı İslâm (Frauen in der muslimischen Welt)
  • 1896Ref'et
  • 1898Levayih-i Hayat (Bilder des Lebens)
  • 1898Udi
  • 1899Taaddut-u Zevcat (Polygamie), Konstantiniyye, Tahir Bey Matbaası
  • 1899Taaddut-u Zevcât için Zeyl (Ergänzungsband zu Polygamie), Konstantiniyye, Tahir Bey Matbaası
  • 1900Terâcim-i Ahvâl-i Felâsife (Philosophenbiographien)
  • 1900İstila-i İslam (Verbreitung des Islam)İstanbul, Tahir Bey Matbaası
  • 1901Nâmdârân-ı Zenân-ı İslâmiyân (Berühmte Frauen in der islamischen Welt)
  • 1901Tedkîk-i Ecsâm (Untersuchung der Objekte)
  • 1910Enin
  • 1913Kosova Zaferi / Ankara Hezimeti: Tarih-i Osmaninin Bir Devre-i Mühimmesi (Sieg im Kosovo / Niederlage in Ankara: eine wichtige Periode in der Osmanischen Geschichte)
  • 1913Ahmed Cevdet Paşa ve Zamanı (Ahmed Cevdet Paşa und seine Zeit), Desaadet, Kanaat Matbaası

Fatma Aliyes Sachbuch Nisvan-ı İslâm (Muslimische Frauen) wurde ins Französische sowie ins Arabische und ihr Roman Udî ins Französische übersetzt.

Auszeichnungen

Mitgliedschaften

Fatma Aliye ist das erste weibliche Mitglied der Hilfsorganisation Hilal-i Ahmer Cemiyeti (heute: Roter Halbmond).

Ausbildung

Soziales Engagement

1897 gründete Fatma Aliye den Verein Nisvan-ı Osmaniye İmdat Cemiyeti (Verein zur Unterstützung der osmanischen Frauen)

Familie und Freunde

  • Mutter:Adviye Hanım
  • Vater:Ahmet Cevdet Paşa (Historiker)
  • Schwester:Emine Semiye Hanım (Schriftstellerin, Inspektorin für das Mädchenschulwesen, Kolumnistin der Frauenzeitschrift Hanımlara Mahsus Gazete, Verfasserin von Mathematikbüchern, Gründerin des Frauenhilfsvereins Şefkat-i Nisvan und Hizmet-i Nisvan, Pädagogin, aktives Mitglied der politischen Vereinigung İttihat ve Terakki Cemiyeti/Komitee für Einheit und Fortschritt und Osmanlı Demokrat Fırkası/Osmanische Demokratische Partei)
  • Bruder:Ali Sedat Bey (Philosoph)
  • Töchter:Hatice, Ayşe, Nimet, İsmet
  • Ehepartner:Faik Bey (Hauptmann)
  • Enkelin:Suna Selen (Theater- und Kinoschauspielerin)
  • Freunde:Nigâr Hanım (Poetin), Makbûle Hanım (Poetin), Fahrünissâ Hanım (Poetin), Muallim Naci (Literat), Ahmed Mithat (Schriftsteller, Journalist), Pierre Loti (Schriftsteller), Emile Julliard (Schriftsteller), Rıza Tefik (Poet, Philosoph, Politiker)

Projekte zu ihrer Erinnerung

Straßennamen

Zwei Straßen sind nach Fatma Aliye benannt, eine in Beyoğlu (İstanbul), die andere in Çankaya (Ankara).

Banknote für 50 Türkische Lira mit dem Konterfei von Fatma Aliye

Im 2009 hat die türkische Zentralbank eine 50-Lira-Banknote mit dem Konterfei von Fatma Aliye und den Symbolen ihrer schriftstellerischen Tätigkeit herausgegeben (Serie E9)

Ausstellung Hayal ve Hakikat (Traum und Wirklichkeit)

Im Museum für moderne Kunst, İstanbul Modern, wurde vom 16. September 2011 bis zum 22. Januar 2012 die Ausstellung Hayal ve Hakikat (Traum und Wirklichkeit) mit den Werken von 72 Künstlerinnen der letzten 100 Jahre präsentiert. Der Titel der Ausstellung Hayal ve Hakikat wurde in Erinnerung an Fatma Aliyes ersten Roman ausgewählt. Als Kuratorinnen wirkten Fatmagül Berktay, Zeynep İnankur, Burcu Pelvanoğlu und Levent Çalıkoğlu.
Weitere Informationen über die Ausstellung unter
http://www.istanbulmodern.org/tr/sergiler/gecmis-sergiler/hayal-ve-hakikat_23.html

Sammelband mit Fatma Aliyes Artikeln

Als Gegnerin der Polygamie setzte sich Fatma Aliye in Zeitungen und Zeitschriften mit den Befürwortern der Polygamie auseinander, vor allem mit dem Theologen und Juristen Mahmud Esad. Die schriftliche Auseinandersetzung der beiden wurde die erste öffentlich geführte Diskussion über die Polygamie im Osmanischen Reich. Die gesammelten Artikel von Fatma Aliye und Mahmud Esad zu diesem Thema wurde, 2007 als Sammelband unter dem Titel Çok Eşlilik (Polygamie) herausgegeben.
Fatma Aliye Hanım, Çok Eşlilik, Taaddud-u Zevcat, Ankara, 2007

Weiterführende Literatur

Tamara Pekala, "Hayattan Sahneler", 5harfliler.com, 10.3.2014. (10.3.2014)

Fatma Aliye, Hayattan Sahneler, (Levayih-i Hayat), çev; Tülay Gençtürk Demircioğlu 2002, Boğaziçi Üniversitesi Yayınevi 2013.

Şahika Karaca, "Fatma Aliye Hanım'ın Türk Kadın Haklarının Düşünsel Temellerine Katkıları", Karadeniz Araştırmaları, Güz 2011, Sayı 31, ss. 93-110, http://www.karam.org.tr/Makaleler/748544411_006_karaca.pdf

Firdevs Canbaz Yumuşak, Fatma Aliye Hanım`ın Feminizm ile ilişkisi, Zaman, 12. Ekim 2008, http://www.zaman.com.tr/haber.do?haberno=748238&title=yorum-firdevs-canbaz-yumusak-bir-osmanli-munevveri-fatma-aliye-hanimla-yeniden&haberSayfa=1 (Erişim 8.1.2012).

Ahmet Mithat Efendi (çeviren Bedia Ernat) Fatma Aliye, Bir Osmanlı Kadın Yazarın Doğuşu, İstanbul, 2011.

Fatma Karabıyık Barbarosoğlu, Fatma Aliye: Uzak Ülke, İstanbul, 2007.

Serkan Alkan İspirli, Osmanlı kadınının şiiri, Turkish Studies International Periodical For the Languages, Literature and History of Turkish or Turkic, V.2/4, 2007, http://www.turkishstudies.net/sayilar/sayi6/30alkanispirliserhan.pdf (Erişim 27.2.2012).

Firdevs Canbaz, Fatma Aliye Hanım'ın Romanlarında Kadın Sorunu, Bilkent Üniversitesi Türk Edebiyatı Bölümü, Ankara, 2005, http://www.thesis.bilkent.edu.tr/0002839.pdf, (Erişim 8.1.2012).

Tamer Kütükçü, "Fatma Aliye'nin Udi'sinde Kadın ve Müziğin Modernizasyonu". Varlık, Ekim 2004, ss. 36-42.

Ogün Kırtıl, "Fatma liye ve Muhâdarât'ı".Kadın Araştırmaları Dergisi, 8, 2003, ss. 101-26.

Nilay Özer, "Acem Ali- Ulviye ya da Fatma Aliye Hanım", Tarih ve Toplum Dergisi, XL/237, Eylul 2003, ss. 61-64.

Fatma Aliye, Hayattan Sahneler (Levâyih-i Hayât). Hazırlayan ve Çeviren. Tülay Gençtürk Demircioğlu. İstanbul, 2002.

Ahmet Mithat, Fatma Aliye, Hayâl ve Hakikat, İstanbul, 2002.

Bahriye Çeri, "Bir Kadın ve Ahmet Mithat Efendi".Tarih ve Toplum, XXXIV/203, Kasım 2000, ss. 29-34.

Mediha Göbenli, "Ahmed Midhat Efendi ve Osmanh Türk kadın yazarları Fatma Aliye Hanım ve Fitnat Hanım", Tarih ve Toplum Dergisi, XXXIV/203, Kasım 2000, ss. 35-40.

Ahmet Mithat Efendi, Fatma Aliye Hanım yahut Bir Muharrire-i Osmaniye'nin Neşeti. Çev. Lynda Goodsell Blake, Yayına haz. Müge Galin, İstanbul, 1998.

Mübeccel Kızıltan, "Gizli Bir Öykünün Peşinde", Toplumsal Tarih 3, No.16, 1998, s. 21.

Nazan Aksoy, "Fatma Aliye Hanım'ın 'Muhazarat'ında Kadın Açısı,Batı ve Başkaları, İstanbul, 1996, ss. 85-102.

Yaprak Zihnioğlu, "Erken Dönem Osmanlı Hareket-I Nisvanının iki büyük düşünürü Fatma Aliye ve Emine Seniye", Tarih ve Toplum 31, no. 186, 1999, s.336-43.

Yaprak Zihnioglu, "Fatma Aliye ve Emine Semiye", Tarih ve Toplum Dergisi, XXXI/186, Haziran 1999, ss. 4-11.

Bürkem Cevher "Mübeccel Kızıltan ile Fatma Aliye Hanım üzerine…". Röportaj, Boğaziçi Dergisi, Sonbahar 1994, ss. 64-66.

Tülay Gençtürk, Fatma Aliye Hanım ve bir şiiri, Tarih ve Toplum, XXII/128, Agustos 1994, 10-12.

Ahmet Mithat Efendi, Fatma Aliye Bir Osmanlı Kadın Yazarın Doğuşu, Osmanlıcadan çeviren Bedia Ermat, İstanbul, 1994.

Mübeccel Kızıltan; Tülay Gençtürk, Atatürk Kitaplığı Fatma Aliye Hanım Evrakı Kataloğu I, İstanbul, İstanbul Büyükşehir Belediyesi Kültür İşleri Daire Başkanlığı, 1993.

Emel Aşa, Fatma Aliye Hanım, Hayatı, Sanatı, Eserleri, Fikirleri, Yayımlanmamış doktora tezi, İstanbul Üniversitesi, 1993.

Mübeccel Kızıltan, Fatma Aliye Hanım Yaşamı-Sanatı-Yapıtları ve Nisvan-ı İslam, İstanbul, 1993.

Emel Aşa, Fatma Aliye Hanım, İstanbul Üniversitesi, 1992.

Behçet Necatigil, "1892'de Çıkan 'Muhâdarât'ı Batıda da Tanınan İlk Kadın Romancımız: Fatma Aliye Hanım. Milliyet Sanat Dergisi, 240, 13.07.1977, ss.13-15, 33.

Ahmed Mithad Efendi, Bir Muharrire-i Osmaniye'nin Neşeti (Bir Osmanlı Kadın Yazarın Doğuşu), İstanbul, 1883

Quellen

Textquellen
  • Siehe Weiterführende Literatur und
  • Fatma Aliye, "İlim ile Cehl", İnkılab Gazetesi, S.7, 18 Şaban 1327, 22 Ağustos 1325.
  • Fatma Aliye ve Mahmud Esad, Çok Eşlilik Taaddüd-I Zevcat, Ankara, 2007, s. 66.
  • Fatma Aliye Hanım Evrakı, Dokument 9/1
  • Fatma Aliye, Muhadarat, İstanbul, 2005, s. 317.
Bildquellen
  • Kadın Eserleri Kütüphanesi ve Bilgi Merkezi, İstanbul

Übersetzung ins Deutsche: Meral Akkent, Erlangen, Deutschland
Redaktion: Hans-Martin Dederding, Erlangen, Deutschland

©2012 Meral Akkent
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