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Beki L. Bahar

Beki L. Bahar

Erste türkisch-jüdische Dramaturgin
"In die Menschheit verliebt bin ich"

Geboren: 16/12/1926 1926

Geburtsort: İstanbul

Gestorben: 19/08/2011 2011

In: İstanbul

Begraben: Aşkenaz Mezarlığı, Ulus, İstanbul

Inhalt

Galeri

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Wirkungsbereich

Autorin

"Ich weiß nicht, wann ich mit dem Schreiben begann. Als ich noch sehr klein war, es gab kein Fernsehen, noch nicht einmal Radio in unserem Leben, als noch die Kleinsten die Erwachsenen belustigt haben, wurde ich bei Familientreffen auf einen Stuhl gestellt, damit ich ein Gedicht aufsage oder Zeitunglesen imitierte. An all das erinnere ich mich noch sehr vage. Als Kind fiel mir sehr leicht, etwas auswendig zu lernen, und ich war beim Improvisieren sehr begabt.

İn der zehnten Klasse ermutigte mich meine Literaturlehrerin, die selber Schriftstellerin war, zu schreiben. Damals hatte ich das nicht ernst genommen Der plötzliche Tod meines Vaters 1956 war ein Schock für mich. Sein Tod hat mich dazu geführt, über Leben und Tod nachdenken. In meiner Empörung suchte ich Antworten auf meine Fragen. Mit Ernshaftigkeit beschrieb ich die Hilfslosigkeit des Menschseins. Gleichzeitig machte ich mich auch über mich selbst lustig.

Nachdem meine Gedichte Anerkennung fanden, motivierte mich mein Mann Drehbücher fürs Theater zu schreiben. Als ich noch ein Säugling war, so wurde es immer erzählt, nahmen mich meine Eltern ins Theater mit, mit einer Trinkflasche im Mund. Als ich und mein Mann in Ankara lebten, besuchten wir jedes Theaterstück. Ich nahm die Anregung meines Mannes ernst. Mein erstes Stück „Alabora" wurde 1970 gleich im Staatstheater Ankara uraufgeführt. Seit der Zeit schreibe ich."
(Beki L. Bahar)

Theaterstücke Beki L. Bahars

Beki L. Bahars Themen sind historische Ereignisse mir starken Frauengestalten in den Hauptrollen.

Aufgeführte Stücke
  • Alabora
  • Balat'tan Bronx'a
  • İkiyüzbininci Gece
  • Demokles'in kılıcı
  • Evlendik Mutluyuz
  • Erozyon
  • Ölümsüz Kullar (Pudu Hepa)
  • Sıradan Bir Şey
  • İkizler
  • Senyora Grasya Nasi
Publizierte Stücke

Toplu Oyunları, Mitos Boyut Yayınları, İstanbul, 2005.

Damokles'in kılıcı(Flavius ile Demokles; The Sword of Damocles), Mitos Boyut Yayınları, İstanbul, 2004.

Senyora Grasya Nasi wurde unter dem Titel Doňa Gracia Naci, ins Französische übersetzt. Doňa Gracia Naci, İsis Yayınları, İstanbul, 2001

Senyora Grasya Nasi, İsis Yayıncılık, İstanbul, 1993, 1995 (Yunus Emre Başarı Ödülü).

İkizler, Özdemir Yayınevi, İstanbul, 1986.

Ölümsüz Kullar (Pudu Hepa), İstanbul 1984 (Dieses Stück hat Beki L. Bahar anläßlich des 50. Jahrestags des Frauenwahlrechts verfasst.)

Nicht publizierte Stücke

    Sıradan Bir Şey, İstanbul 1984 (Dieses Stück hat Beki L. Bahar anläßlich des 50. Jahrestags des Frauenwahlrechts verfasst.)

 

Gedichte von Beki L. Bahar

Beki L. Bahars erstes Gedicht erschien 1959 bei der Edition Varlık in der Anthologie Neue Gedichte (Yeni Şiirler Antolojisi).

Gedichtbände:

    Sevdim Onu,, Pan Yayıncılık, İstanbul, 2007.
    Koronas, (Judeo-İspanyolca dilinde yazdığı şiirler), İstanbul, 2002.
    Doğada Düğün,, Sümbül Basımevi, İstanbul, 1989.
    Kişi Bunalımı + Dişi Bunalımı, Ayyıldız Matbaası, Ankara, 1970.
    Yakamozlar, Ankara, 1960.

Beki L. Bahar als Schriftstellerin

Allererste Artikel von Beki L. Bahar erschienen im 1958 in der Zeitschrift Haftanın Sesi, ihre erste Kurzgeschichte wurde 1964 in der Çağdaş Dergisi veröffentlicht. Ihre Artikel sind in der türkischsprachigen jüdischen Zeitung Şalom Gazetesi sowie in den Zeitschriften Eflatun, Tiryaki, Konya Çağrı ve Göztepe veröffentlicht . Sie hat auch für die türkischsprachige Zeitschrift Gelişim in Israel geschrieben. Eine Auswahl ihrer Artikel wurde 2000 unter dem Titel Ne Kendi Tanır Ne de Söz Edeni Vardır vom Verlagshaus Gözlem herausgegeben.

Publikationen:
  • Ordan Burdan, Altmış Yılın Ardından, Gözlem Gazetecilik Basın ve Yayın A.Ş., İstanbul, 1995
  • Ne Kendi Tanır Ne De Söz Edeni Vardır, Gözlem Gazetecilik Basın ve Yayın A.Ş., İstanbul, 2000.
  • Efsaneden Tarihe Ankara Yahudileri, Pan Yayıncılı, İstanbul, 2003
  • Bir zamanlar Çıfıt Çarşısı, Pan Yayıncılık, İstanbul, 2010

Auszeichnungen

1995 Das Stück Senyora Grasya Nasi wurde mit dem Yunus-Emre-Preis ausgezeichnet.

Mitgliedschaften

Ehrenmitglied des PEN-Clubs
Mitglied des Kulturvereins Göztepe Kültür Derneği, İstanbul

Ausbildung

Alliance Jüdische Grundschule, İstanbul,
Ankara Kolleg (T.E.D. Ankara Koleji)
Universität Istanbul, Fakultät für Jura (kein Abschluß)

Soziales Engagement

(Information liegt nicht vor)

Familie und Freunde

  • Mutter:Sara Morhayim (Schneiderin)
  • Vater:Jak Morhayim (Kaufmann)
  • Großmutter:Ester Benbiçaçi (geb. Malki)
  • Großvater:Lia Benbiçaçi (Tierhändler)
  • Großmutter:Kadun Morhayim (geb. Baruh)
  • Großvater:Eli Morhayim (Herrenschneider)
  • Urgroßvater: Natan Malki (Komponist, öffentliche Geschichten- und Märchenerzähler, Poet, Seidenhändler)
  • Ehepartner:Jojo Yusuf Bahar (Kaufmann)
  • Töchter:Sara Bahar Filter (Psychiaterin), Rezzan Roza Özsarfati (Chemieingenieurin)
  • Sohn:İzzet Bahar (Elektronikingenieur, Historiker)
  • Befreundet mit:Talat Halman (Kulturhistoriker, Übersetzer, Dichter), Recep Bilginer (Journalist, Dichter, Dramaturg), Güngör Dilmen (Dramaturg), Gencay Gürün (Intendant), Nesrin Kazankaya (Regisseurin, Theaterschauspielerin, Übersetzerin, Dramaturgin, Theaterpädagogin), Enis Fosforoğlu (Theater- und Kinoschauspieler), Yıldız Kenter (Theaterschauspielerin, Regisseurin, Akademikerin), Cihat Aşkın (Geigenspieler, Akademiker, Komponist, vertonte die Gedichte Toledo'da Bir Kuyu und Buse Sokağı von Beki L. Bahar), Habib Gerez (Maler), Cahide Tümerkan (Schriftstellerin), Sevilay Saral (Dramaturgin), Nurşin Kavukçuoğlu (Schriftstellerin, Herausgeberin), Işık Gencer (Herausgeber), Ferruh Gencer (Herausgeber), Remzi Inanç (Schriftsteller, Herausgeber), Fevzi Halıcı (Schriftsteller, Herausgeber), Robert Schild (Theater- und Musikkritiker, Philosoph), İzzet Bana (Regisseur), Ruzin Gerçin (Malerin), Semra Güreli, Sevim Göle, Ayten Öztrak, Semra Dağlı

Projekte zu ihrer Erinnerung

Gedenktafel

1992 verfasste Beki L. Bahar das Gedicht Ezan, Çan, Hazan (Ruf des Muezzins, Kirchenglocken, der Kantor) anlässlich des 500. Jahrestags der Vertreibung der Juden aus Spanien unter İsabella und Ferdinand im Jahre 1492 und zum Andenken für deren Aufnahme im Osmanischen Reich unter Sultan Bayezıt II. (Regierungszeit 1481-1512).
Dieses auf einer Tafel eingravierte Gedicht wurde in Ortaköy, gegenüber der Schiffsanlegestelle zur Erinnerung an die Ankunft der vertriebenen jüdischen Vorfahren in İstanbul, in einer feierlichen Zeremonie auf einer Säule angebracht. Auf der Metalplatte ist auch Beki L. Bahars Unterschrift zu sehen.
Das Gedicht Ezan, Çan, Hazan wurde 2006 von Ali Kocatepe vertont und mit dem Jugendchor der türkischen Rundfunkanstalten aufgenommen.

Ruf des Muezzins, Kirchenglocken, der Kantor (Ezan, Çan, Hazan)

Ein Dilemma
Eine Verfolgung
Eine Flucht
Eine Migration
Eine Strom

Manche erreichen das Ziel
Im Land der Osmanen
Manche verschwanden spurlos
Voller Geheimnis das Meer
Schweigsam der Weg.

Irgendwo am Bosporus
Vielleicht in Ortaköy
Erreichen Füße die Erde
Berühren Lippen den Boden
Segnen im Namen des Schöpfers das Land
Danken dem Beyazit Han

Ein heiliger Ruf
Ezan,
Freiheit im Schatten des Kreuzes
Çan
Des Kantors freudiger Psalmgesang
Hazan
Angstknoten
Gelöst in Frieden

Seit dem
Miteinander
Ganz nah
Freundlich blicken sich an
In dieser Stadt
Ezan,
Çan,
Hazan.

(Beki L. Bahar, 1992, Übersetzung ins Deutsche: Meral Akkent, 2012)
Originalfassung

Bir ikilem
Bir kovalama
Bir kaçış
Bir göç
Bir akın...

Kimi ermiş muradına
Varmış Osmanlı'ya
Kimi sana bana kalmış
Denizler giz kuyusu
Yollar suskun.

Boğaz'da bir yerde
Ortaköyde
Karaya basınca ayaklar
O an yere değmiş dudaklar
Kutsanmış toprak Yaratan adına
Gözlerde şükran Beyazıt Han'a

Bir ermiş ses duyulmuş,
Ezan.
Özgürlük yansıtmış haçın gölgesi
Çan!
Gönülden bir mezamire başlamış
Hazan.
Korku düğümü
Erinçte çözülmüş.

O zaman bu zaman
Yan yana
Üç beş adım arayla
Sevecen bakışır
Bu şehr-i İstanbul'da
Ezan,
Çan,
Hazan.
(Beki L. Bahar)

Weiterführende Literatur

Quellen

Textquellen:
Bildquellen:
  • Privatarchive von Rezzan Roza Özsarfati und İzzet Bahar
  • Webseite der Zeitung Şalom

Danksagung

Das Frauenmuseum İstanbul bedankt sich bei Frau Rezzan Roza Özsarfati, beim Herrn İzzet Bahar, bei Frau Lina Filiba und bei der Zeitung Şalom für die Unterstützung bei der Erstellung der Informationsseite über Beki L. Bahar.


Übersetzung ins Deutsche: Meral Akkent, Erlangen
Redaktion: Hans-Martin Dederding, Erlangen

©2012 Meral Akkent
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