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Hayriye Melek Hunc

Hayriye Melek Hunc

Erste tscherkessische Autorin im Osmanischen Reich.
„So wie sich der größte Mut nicht während eines Krieges zeigt, werden auch die größten Siege nicht im Krieg errungen."

Geboren: 1896

Geburtsort: Hacıosman Köyü, Manyas, Balıkesir

Gestorben: 24/10/1963 24/10/1963

In: İstanbul

Begraben: Karacaahmet Friedhof, Istanbul

Inhalt

Galeri

Hayriye Melek Hunc Hayriye Melek Hunc

Wirkungsbereich

Autorin
Die gesamte Menschheit, insbesondere kleine und schwache Völker wie die Tscherkessen, gehen heute durch eine schwere und leidvolle Prüfung. Wir verspüren dies in voller Bedeutung und Schmerzhaftigkeit. (…) Die Tscherkessen haben sich hundert Jahre lang nicht dem russischen Zaren gebeugt und ihren ausgeprägten kämpferischen Charakter der ganzen Welt gezeigt. (…) Doch nun muss die Existenz der Tscherkessen auf einem anderen Gebiet verteidigt werden.

Die tscherkessischen Frauen, die gerade die Zeitschrift „Diyane" als ein eigenes Sprachrohr herausgeben, sind sehr besorgt darüber, dass die kämpferischen Eigenschaften und die Begeisterung dafür den anderen Besonderheiten dieses Volkes möglicherweise schaden können. So wie sich der größte Mut nicht während eines kriegerischen Kampfes zeigt, werden auch die größten Siege nicht im Krieg errungen."
(Hayriye Melek Hunç)
„Sosyal Yaşamda Kadının Yeri: Seza Puh", jinepsgazetesi.com, (6.3.2012).

Hayriye Melek Hunç war von 1911 bis 1914 als Journalistin bei der Zeitung Qhuaze (Leitfaden) tätig, die auch in Adygeisch und in Türkisch veröffentlicht wurde. Danach war sie Chefredakteurin der Frauenzeitschrift Diyane (Unsere Mutter), die auch in Türkisch und der Adygeisch veröffentlicht wurde. Die Herausgeberin der Zeitschrift Diyane war Seza Polar, die erste Nummer erschien am 10. März 1920.

Diyane wurde als eine Literatur- und Sachzeitschrift sowie als offizielles Presseorgan des tscherkessischen Vereins für Frauensolidarität (Çerkes Kadınları Teavün Cemiyeti), zwei Mal im Monat herausgegeben. Als Geschäftssitz der Zeitschrift wurde der Solidaritätsverein tscherkessischer Frauen in Akaretler in Istanbul angegeben.

Ein Original der ersten Ausgabe der Zeitschrift Diyane befindet sich in der Sammlung von Mehmet Şevket Eygi, eine weitere Kopie liegt in der Hakkı Tarık Us Kollektion in der Staatsbibliothek Beyazit, in Istanbul. Eine kommentierte Ausgabe der ersten Nummer der Diyane wurde 2004 von Fikri Tuna herausgegeben. Mahinur Tuna, die über die Zeitschrift Diyane geforscht hat, bemerkt, dass die genaue Anzahl der herausgegebenen Nummern der Zeitschrift nicht festgestellt werden konnte.

Eine der Originalausgaben der Zeitschrift befindet sich in der Privatsammlung des Schriftstellers Mehmet Şevket Eygi, eine weitere in der Hakkı-Tarık-Us-Sammlung, Staatliche Bibliothek Beyazit, Istanbul.

Mahinur Tuna, die über die Zeitschrift Diyane geforscht hat, konnte keine Angaben darüber finden, wie viele Ausgaben insgesamt erscheinen sind. Die erste Ausgabe von Diyane wurde von Fikri Tuna ins heutige Türkisch übersetzt und 2004 veröffentlicht. (Mahinur Tuna, "Diyane", facebook.com,

Publikationen

Hayriye Melek Hunç, Zühre-i Elem (Mädchen der Trauer), Roman, İstanbul, 1910

Hayriye Melek Hunç, Zeynep, Roman, İstanbul, 1926

Auszeichnungen

(Information liegt nicht vor)

Mitgliedschaften

  • Çerkes İttihad ve Teavün Cemiyeti (Tscherkessisches Komitee für Einheit und Solidarität)
  • Şimali Kafkas Cemiyeti (Nördlicher Kaukasier - Verein)
  • Çerkes Kadınları Teavün Cemiyeti (Tscherkessischer Verein für Frauensolidarität)

Ausbildung

  • Notre Dame de Sion, französisches Mädchengymnasium, Istanbul
  • Hayriye Melek Hunç sprach neben Türkisch und Französisch auch die Sprachen Adygeisch, Vubih und Abchasisch.

Soziales Engagement

Hayriye Melek Hunç gehört zu den Gründungsmitgliedern des 1918 gegründeten und bis 1922 aktiven Tscherkessischen Vereins für Frauensolidarität (Çerkes Kadınları Teavün Cemiyeti) und hatte auch den Vorsitz inne.
Neben Hayriye Melek Hunç gehörten auch Berzeg Makbule, Zalıko Emine Reşid, Pooh Seza (Seza Polar) und Ulagay Faika zu den Gründern des Tscherkessischen Vereins für Frauensolidarität.

Familie und Freunde

  • Mutter:(Information ist nicht erhältlich)
  • Vater:Hunç Kasbolet Bey (general)
  • Schwester:Gülseren Polar
  • Brüder: Ali Sait Akbaytugan (General)
  • Ehepartner:Met Çunatuka Yusuf Izzet Pasha (erste Ehe), Prof. Aytek Namitok (zweite Ehe, Akademiker)
  • Befreundet mit:Halide Edip Adıvar (Autorin, Politikerin, Akademikerin, Übersetzerin), Berzeg Makbule (Gründungsmitglied von Tscherkessischen Vereins für Frauensolidarität), Zalıko Emine Reşid (Gründungsmitglied von Tscherkessischen Vereins des Frauensolidarität), Seza Polar (Herausgeberin, Aktivistin für Frauenrechte, Pädagogin, Gründungsmitglied des Tscherkessischen Vereins für Frauensolidarität), Ulagay Faika (Gründungsmitglied des Tscherkessischen Vereins für Frauensolidarität), Prof. George Dumezil (Kaukasologe)

Projekte zu ihrer Erinnerung

Fikri Tuna (Ed.) Diyane, As Yayın, İstanbul, 2004

Weiterführende Literatur

Quellen

Textquellen
  • Siehe Abschnitt "Weiterführende Literatur
  • Mahinur Tuna, "Diyane", facebook.com, (Aufgerufen am 29.4.2012).
Bildquellen

Übersetzung ins Deutsche: Kezban Talak Eyüboğlu, İstanbul, Meral Akkent, Erlangen
Redaktion: Beate Kretzschmann, Istanbul

©2012 Meral Akkent
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